"Majestätischer Eimer mit beschissenem Fahrrad (und Bibo)" (H. Schröder, 2001)

Hervorstechendes Merkmal dieses späten Meisterwerkes ist zweifelsohne der geradezu plastisch wirkende Eimer - ein Kübel, kaum erkennbar gefüllt mit zwölf defekten Kühlschränken, der per Gardinenschnur mit dem entstellten Hinterrad eines achtlos hingeworfenen beschissenen Fahrrades verbunden ist. Es wird klar: Dies ist kein stolzes beschissenes Fahrrad mit peripher angebundenem Gefäß - sondern vielmehr ein prachtvoller Eimer, dem ein Fahrrad als Anhang dient. Über allem schwebt Bibo mit kritischem Blick, losgelöst von der Szenerie und durch das Hinterrad dennoch gebunden an den alles dominierenden Plastik-Behälter.
Die geschickte Anordnung der Elemente macht jedem Betrachter sofort die Aussage deutlich.

(H. Schröder, 2003)