"Beschissenes Fahrrad mit Haus, Blume und Karpfen" (H. Schröder, 2001)

Das bildschöne Stillleben aus der Blütezeit dieser Kunstform vereint altbekannte Merkmale wie die befreite Kette und leichte Variationen klassischer Elemente (wie die einzelnen Pedale) mit einer atemberaubenden Rahmen-Geometrie, deren Glanz jedoch von einem ordinären Blumentopf und einem kleinbürgerlichen Haus gedämpft wird. Dem Streben nach Anerkennung, das den Ehrgeizigen Großes vollbringen lässt, wohnt immer auch die Sehnsucht nach Normalität inne.
Die typische Behandlung des Existenzialismus verbindet sich mit einem bedeutungsschwanger blinzelnden Karpfen im vorderen Speichenrad zu einer erfrischenden Variante des bekannten Themas.

(H. Schröder, 2003)