"Noten sind beschissene Fahrräder" (H. Schröder, 2001)

Der Künstler beweist einmal mehr Weisheit und Weitsicht mit diesem lehrreichen Stück Kunstgeschichte - erinnert er uns doch daran, dass sowohl Noten als auch Violinschlüssel selbst mit rudimentär angeflanschten Reifen nicht zu brauchbaren Fahrrädern werden. Kunstvoll arrangierte Kompositionen vom Notenblatt zu reißen und für ordinäre Transportzwecke zu missbrauchen - davon will uns der Künstler abhalten; die im 20. Jahrhundert zur Selbstverständlichkeit degradierte allumfassende Individualmobilität muss auch ihre Grenzen kennen und macht hiermit ganz klar Halt vor der schöngeistigen Welt der musischen Künste - mit einem klaren Statement: Noten sind beschissene Fahrräder.

(H. Schröder, 2003)